Infos und Antworten zum Bernauer Prestigebau

Zeitlicher Ablauf bis zur Kostenexplosion

Die Absicht, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter der Bernauer Verwaltung zu schaffen, ist schon über 10 Jahre alt.

Die Kostenentwicklung begann im Jahr 2010 mit dem Kauf des Gebäudes der ehemaligen Staatsbank der DDR in der Bürgermeisterstraße 25. Ein Kaufvertrag ohne Kaufpreis wurde vom damaligen Bürgermeister Hubert Handke unterzeichnet, weil man sich nicht auf den Preis einigen konnte. Handke wollte nur 400.000€ ausgeben und der Verkäufer wollte 800.000 € erzielen. Und so kam es, dass die Entscheidung über einen Kaufpreis einem Gutachter überlassen werden sollte.
Bis der Gutachter sein Ergebnis vorlegen konnte, begann die Stadtverwaltung das Gebäude zu nutzen. Somit fand der Gutachter ein gut erhaltenes Gebäude von 1965 vor, welches auch von Mietern (Stadt Bernau) gut ausgelastet wurde. Und so kam es zu einem Kaufpreis in Höhe von 1.400.000 € - eine Million mehr, als Herr Handke ausgeben wollte!

2011 fand der erste Architektenwettbewerb statt, der unter der Maßgabe eines Umbaus des Bestandsgebäudes für 4,4 Mio. € oder einen Neubau für 6 Mio. € durchgeführt wurde. Die Ergebnisse des Wettbewerbes fanden alle samt keinen Zuspruch und so wurde aus diesem Wettbewerb kein Ergebnis für den Baubeginn erkoren.

2013 wurden die Baukosten eben mal auf 8,5 Mio. € geschätzt, obwohl es keine konkreten Planungen für ein Bauprojekt gab.

Also wurde 2014 ein neuer Architektenwettbewerb durchgeführt unter der Maßgabe, dass es ein Neubau werden muss mit einer Kostenobergrenze von 9,8 Mio. €. Von Umbau des Bestandgebäudes keine Rede mehr – das wäre wahrscheinlich zu billig geworden. Auch vor der Kommunalwahl 2014 wurde noch die Obergrenze von 9,8 Mio. € in der Öffentlichkeit verbreitet.

2016 wurde die Öffentlichkeit durch den Bürgermeister und das Planungsbüro der Architekten darüber informiert, dass auf Grund von Umplanungen und Steigerung des Baukostenindex nunmehr mit 15,8 Mio € für das Projekt veranschlagt werden. Und weil es bei Bauprojekten der öffentlichen Hand nie beim veranschlagten Endpreis bleibt, hat der Bürgermeister in der Märkischen Oderzeitung dem Rathausbau die Krone aufgesetzt, indem er es als nicht abwegig bezeichnete, dass die Kosten auch auf 20 Mio. € klettern können.

Schon bei der ersten Meldung über 15,8 Mio. € haben die Unabhängigen sofort interveniert und ein Umdenken gefordert! Leider war auf Seiten der Verwaltung kein Einlenken geplant und auch die Parteien SPD, Linke und B90/Grüne sowie BfB stehen hinter dem Millionengrab!

Aus all diesen Gründen haben wir uns dazu entschlossen, einen Bürgerentscheid zu initiieren, der nur ein Ziel hat: den letzten Beschluss zu den Baukosten in Höhe von 15,8 Mio. € aufzuheben und die alte Kostenobergrenze in Höhe von 9,8 Mio. € wieder in Kraft zu setzen.

Es geht nicht darum, dass kein neues Rathaus gebaut werden soll.
Es geht nicht darum, dass das neue Rathaus an einer anderen Stelle errichtet werden soll.

Es geht nur um den sparsamen Umgang mit Steuermitteln und um eine klare Kostenobergrenze!

Termine

Termin


Infos und Antworten zum Bernauer Prestigebau


Flyer STOPP


Flyer